Malen mit Licht

Das Ziel dieses Projekts ist die Weiterentwicklung einer neuen künstlerischen Technik oder Ausdrucksform, die der Künstler selbst als „Lightshaping“ bezeichnet.
Diese innovative Technik wird seit 2020 vom Künstler entwickelt und basiert auf der Vorstellung von Licht als malerischem Element. Ziel ist es, Werke zu schaffen, die Licht anstelle von Farbe verwenden, um die Immaterialität als Ausdrucksmittel zu erforschen. Von Anfang an wird versucht, die Technik mit der künstlerischen Motivation zu verbinden, das heißt, die Technik in den konzeptionellen Aspekt des Werkes zu integrieren. Es geht nicht nur darum, mit Licht zu malen, sondern auch darum, mit diesem Licht andere Wesen oder Objekte zu erschaffen. Mit Licht wird das dargestellte Motiv konzipiert, mit Licht wird einer Idee Form gegeben.

 

Für Platon war die Darstellung eines Stuhls die Nachahmung des Stuhls selbst, der wiederum die Nachahmung der Idee eines Stuhls war. Für ihn hatte das Werk eines Künstlers keinen Wert, da es eine Nachahmung einer Nachahmung war. In meinen Werken versuche ich, dass die Darstellungen aufgrund ihres fehlenden praktischen Nutzens zur Rückkehr zur Idee dienen. Zum Beispiel in dem Werk „Das mächtige Wiederaufleben des Kriegers“: Die dargestellte Tür kann weder geöffnet noch geschlossen werden, was uns, da ihr praktischer Charakter fehlt, dazu zwingt, über ihr Wesen nachzudenken. Daher denke ich, dass Darstellungen die stärkste Methode sind, um zur Idee zurückzukehren.

 

Für mich ist Licht das wesentliche Element jedes Kunstwerks. Jede figurative Darstellung basiert auf Licht. Ein Künstler, der einen Tisch darstellt, malt das Licht, das vom Tisch reflektiert wird. Wenn man mit Licht malt, gibt man Objekten Form und Farbe aus demselben „Material“, mit dem wir sie sehen.

In jedem Werk ist die Idee der Schöpfung präsent. Es geht um die künstlerische (plastische oder konzeptionelle) Schöpfung, die Schöpfung als menschliches Bedürfnis oder sogar die Fortpflanzung.

 

Die Technik „Lightshaping“ will sich als eine der innovativsten Techniken der heutigen Zeit positionieren. So sehr, dass nicht einmal eine KI in der Lage ist, ein mit Licht gemaltes Werk zu verstehen oder darzustellen, da diese Technologien auf dem Bekannten und dem bereits Geschaffenen basieren.
Darüber hinaus soll durch die Verwendung von Licht als so symbolträchtigem Element die Kunstwelt und die Gesellschaft im Allgemeinen mit einem notwendigen Optimismus erfüllt werden.

Dieses Licht bezieht sich auch auf das gesamte Wissen, das die Menschheit im Laufe der Jahrhunderte erworben hat, sodass es heute, nach Platons Höhle, den chinesischen Schattentheatern, der „magischen Laterne“ von Kircher und der Camera Obscura, möglich ist, mit Licht zu malen.

 

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